Solange ich atme 3

von Barbara Schleuniger (Kommentare: 0)

Alltagsspiritualität

 

Gerade war alles noch so stimmig. Ich fühlte mich im Grossen ganzen aufgehoben und geborgen. Ich war im Flow... und dann aus heiterhellem Himmel der Blitzschlag. Und mit einem kleinen Gewitter stelle ich alles in Frage. Fühle mich von Gott und der Welt verlassen und ungeliebt... dabei war es nur ein kleines Donnergrollen. Und ich weiss, wie klärend solche Gewitter sind. Normalerweise würde ich sagen... juhui - ein Sturm - lass uns wild gegen den Wind seglen... ich nehme es mit dem Leben auf... wie schön, dass ich meine Kräfte messen kann.

Aber heute ist das anders. Ich lasse mich zutiefst verunsichern. Da hilft nur eine gute Freundin, eine Vertraute, eine weise Frau... und ja, nach einem wundervollen Gespräch (per Skype, denn ich wäre nicht fähig gewesen, vor die Tür zu gehen), einem Tag sich von den Engeln tragen lassen, sich von der Welt zurückziehen, um mich wieder zu spüren, mein Eingebetetsein zwischen Himmel und Erde wieder wahrzunehmen. Da führt der Weg heute durch, da geht es weiter. Einige Gewitterwolken ziehen noch vorüber... aber dieses Fallen lassen und vertrauen, dass ich im Moment nicht handeln muss, sondern mich auf das Getragenwerden zurückbesinnen kann, dass hat mich durch dieses Gewittter gebracht.

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